Nach dem erfolgreichen Malprojekt im letzten Jahr entstand die Idee, die beiden Legozimmer in „Hundertwasserzimmer“ umzugestalten. Die Kinder lernten zunächst anhand von Büchern und Plakaten den Künstler
Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser
kennen. Wir befassten uns in erster Linie mit seiner interessanten Architektur und den verschiedenen Umsetzungsmöglichkeiten.
Das Projekt umfasste drei große Blöcke:
1. Ein Raum wurde gemeinsam gestrichen und bildet die Fläche für großformatige Tuschebilder. Die Bilder wurden auf tapeziert und sind damit im Einvernehmen mit den jungen Malern „Vergängliche Kunst“. Jedes Kind wurde zur Erinnerung vor seinem Werk fotografiert.
2. Im zweiten Schritt malten die Kinder kleine, phantasievolle Miniaturhäuser mit Acrylfarbe. Es wurde zunächst ein Entwurf auf Papier gebracht, dieser dann auf die kleine Leinwand übertragen und angemalt. Mit viel Hingabe entstanden so ganz individuelle Kunstwerke. Beim Signieren ihrer Bilder „unterschrieben“ die meisten Kinder zum ersten Mal feierlich mit ihrem Nachnamen. Diese Bilder bekommen die Kinder nach dem Fest zur Erinnerung mit nach Hause.
3. Der dritte Schritt war die Gestaltung eines dreidimensionalen Gebäudes. Hierzu waren auch die Eltern herzlich eingeladen. Aus Pflastersteinen, Bauklötzen, Knöpfen, Mosaiksteinchen, Modellbaubäumchen und mit viel Farbe wurden gemeinsam ausgefallene Häuser gebaut. Wer möchte nicht in so einem besonderen Haus wohnen? Vielleicht setzt sich die Architektur Hundertwassers auf diese Weise ein wenig fort.
Mit der heutigen „Hundertwasserparty“ beenden wir gemeinsam das Kunstprojekt.
Herzlichen Dank für die Beteiligung und die vielfältigen Formen Ihrer Unterstützung.
Das Hortteam

Viele Kinder bewegen sich zu wenig…
…unsere Kinder im Tausendfüßler Hort nicht!
Heutzutage haben viele Kinder oftmals nicht genügend Gelegenheit sich zu bewegen. Kurze Strecken werden mit dem Auto zurückgelegt, der Fahrstuhl wird ganz selbstverständlich statt der Treppe genutzt und für den Sportverein hat man einfach keine Zeit oder es fehlt das Geld.
Kinder haben von Natur aus ein Bedürfnis sich zu bewegen.
Wir hier im Tausendfüßler-Hort schaffen vielfältige Möglichkeiten dazu:
In der ganzjährig stattfindenden Spiel & Spaß-AG (die eigentlich eine Sport-und Bewegungs-AG ist) können sich die Kinder in der großen Sporthalle nach Herzenslust austoben. Die Kinder probieren sich an den unterschiedlichsten Geräten aus und trainieren dabei spielerisch ihre Geschicklichkeit, ihren Mut, ihre Ausdauer und ihre Koordination.
Es ist immer wieder spannend zu beobachten, wie die Kinder ihre eigenen Grenzen überwinden und sich immer mehr zutrauen und bewältigen. Wenn der Handstand endlich gelingt oder die Angst vor dem Sprung aus großer Höhe überwunden ist, macht das die Kinder unheimlich stolz und schafft Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.
Die Inliner-AG findet wetterunabhängig in der Pausenhalle statt. Hier sind besonders Koordination und Gleichgewichtssinn gefragt. Gleichzeitig die Bewegungsabläufe zu beherrschen und auf die anderen „Verkehrsteilnehmer“ zu achten, erfordert ein hohes Maß an Konzentration und Körperbeherrschung.
Für unser Fußballturnier, das in den Osterferien stattfindet, proben momentan alle Mädchen für den großen Auftritt der Cheerleader. Hier werden neben der Ausdauer Beobachtungsgabe und Körperspannung trainiert. Es bringt unseren Mädchen besonders viel Spaß sich zu aktuellen Hits ins Zeug zu legen.
Die Fußball-AG bereitet unsere Jungs auf den großen Tag vor (es sind aber auch einige Mädchen mit dabei!). Das Training in der großen Halle ist das wöchentliche Highlight für unsere Fußballer und verlangt ihnen einiges an Kondition und Teamgeist ab. „Fair Play“ steht hier an erster Stelle und ist bei dem stark vorhandenen Kampfgeist der Spieler gar nicht immer leicht einzuhalten.
Wenn die Kinder gerade nicht an einer AG teilnehmen, haben sie die Möglichkeit unser attraktives Außengelände zu nutzen. Wir haben dazu den Schulhof der Förderschule mit seinen Kletter-und Spielgeräten und den Sportplatz zur Verfügung. All das befindet sich in direkter Umgebung des Hortes.
Etwas ganz Besonderes ist der Knick, der direkt an das Schulgelände grenzt. Dieser Ort bietet zu jeder Jahreszeit ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Im Winter rutschen die Kinder über die zugefrorenen Tümpel und testen, wer das größte Loch ins Eis schlagen kann. Wenn die Natur erwacht, verwandelt sich der Knick in ein teilweise fast undurchdringliches Dschungelgebiet. Es werden Verfolgungsjagden über Stock und Stein veranstaltet und Höhlen und Verstecke im dichten Gebüsch aufgesucht. Das erfordert Mut und allerhand motorische Fähigkeiten! Ganz nebenbei entdecken die Kinder die Natur und erfahren einiges über Pflanzen und Insekten.
In den Ferien bietet sich die Gelegenheit, die nähere Umgebung zu erkunden. Wir machen Ausflüge (natürlich zu Fuß!) auf andere Spielplätze und unternehmen Erkundungstouren über die naheliegenden Felder.
In den Sommerferien planen wir eine Radtour in den Wildpark Eekholt, wo wir zwei Nächte verbringen werden. Die Woche davor werden wir intensiv mit den Kindern Fahrtraining betreiben.
Ganz bewusst möchten wir vielfältige Angebote bieten, die den Kindern in ihrem Bedürfnis nach Bewegung entgegenkommen. Dabei gibt es keinen Zwang und kein „muss“. Unsere Erfahrungen zeigen aber, dass kaum ein Kind sich auf Dauer dem Reiz der Angebote entziehen kann.
Und darüber freuen wir uns!
Das Team der Tausendfüßler Horteinrichtung an der Grundschule Lakweg
Buntes Programm und viele Aufführungen
fb Advent und Weihnachten – das ist für viele Menschen die schönste Zeit im Jahr. Sich darauf mit einem Fest einzustimmen, ist ein schönes Ritual, das der Tausendfüßler Verein seit einigen Jahren eingeführt hat. Alle zwei Jahre werden Kinder, Eltern und Großeltern zu einem „Adventszauber“ in das Mehrgenerationenhaus eingeladen. Viele helfende Hände waren notwendig, um den weihnachtlichen Nachmittag gestalten zu können: Mütter backten Kuchen, Väter rückten Tische und Stühle, es galt Arbeitsdienste einzuteilen, Bastelangebote für die Kinder zu organisieren und einiges mehr.
Viele Eltern und Großeltern waren gekommen, um mit ihren Kindern einen gemütlichen Adventsnachmittag zu verbringen, in aller Ruhe frisch gebackene Waffeln, leckeren Kuchen und Kaffee zu genießen, sich mit anderen Eltern auszutauschen oder den Großeltern mal zu zeigen, welche Kindergartengruppe das Enkelkind besucht, Väter konnten sich kennen lernen oder mit ihren Kindern basteln. Ob beim Sägen von Holzsternen, Herstellen von weihnachtlichen Gestecken, Falten von kleinen Windlichtern oder dem Kerzenziehen – die Möglichkeiten waren vielfältig. Auch für die ganz Kleinen gab es Bastelangebote. In „ihrem“ Krippenhaus konnten sie in ruhiger Atmosphäre nach Herzenslust toben.
Die Organisatoren des „Adventszaubers“ hatten in diesem Jahr zum ersten Mal eine Tombola initiiert und dafür Geschäftsleute aus der Umgebung angeschrieben. Erfreut war man über zahlreiche Spenden, die als Gewinne hergegeben werden konnten. So blieb auch kein Los übrig und die Gewinner freuten sich über Waffeleisen, Bettwäsche, CDs, Spiele und vieles mehr. Von dem Erlös der Tombola werden neue Turnmatten für den Kindergarten angeschafft.
Zwischendurch klangen aufgeregte Kinderstimmen durch die Räume, denn die Kinder hatten mit ihren Erzieherinnen kleine Aufführungen vorbereitet. Weihnachtslieder wurden gesungen, die Tanzgruppen unter der Leitung von Doris Essmann zeigten ihr Können und Kinder aus dem Hort Flottkamp tanzten den Schneeflockentanz. Der Schulkinder-Chor aus dem Hort Lakweg hatte genauso seinen Auftritt wie Jugendliche aus dem Jugendhaus. Die Band „Flash in the pain“ spielte Rockiges und eigene Lieder und der Senioren-Gesangverein stimmte die Besucher mit Weihnachtsliedern auf die kommende Zeit ein. Stolze Eltern sparten nicht mit Applaus.
Zwischen all den Auftritten konnten die Besucher auf dem kleinen Kunsthandwerkermarkt das eine oder andere Geschenk finden oder weihnachtliche Dekoration kaufen. Auch die Hort-Kinder der verschiedenen Einrichtungen hatten fleißig gebastelt: So konnte man Holzsägearbeiten, Selbstgebackenes, Marmelade oder hübsch gestaltete Tagebücher erstehen. Der Erlös hieraus wird für Aktivitäten in den Hort-Einrichtungen verwendet.
Draußen tobten die Kinder oder wärmten sich am Lagerfeuer.
Weihnachtlich gestimmt war der „Adventszauber“ sicherlich für so manchen Besucher viel zu schnell zu Ende.